Was soll eine Malzmühle eigentlich erreichen?
Beim Schroten soll das Korn geöffnet und der Mehlkörper zerkleinert werden, während die Spelzen möglichst großflächig erhalten bleiben. Das erleichtert den Zugang beim Maischen und kann beim klassischen Läutern ein gut durchlässiges Treberbett unterstützen.
Viele Körner bleiben weitgehend geschlossen; Extrakt wird schlechter zugänglich.
weniger AufschlussKorn aufgebrochen, Mehlkörper zerkleinert, Spelzen überwiegend erhalten.
brauchbares SchrotbildSehr hoher Mehlanteil und stark zerstörte Spelzen können das Läutern erschweren.
systemabhängig kritischWalzenabstand ist kein universeller Fixwert
Der passende Walzenspalt hängt von Mühle, Malzcharge, Kornform und Brausystem ab. Deshalb ist ein einzelner Millimeterwert keine allgemeingültige Einstellung. Beginne mit der Herstellerempfehlung und bewerte anschließend das reale Schrotbild.
So näherst du dich einer guten Einstellung
- Walzen parallel und reproduzierbar einstellen.
- Eine kleine Malzprobe schroten.
- Geschlossene Körner, Mehlanteil und Zustand der Spelzen prüfen.
- Ergebnis beim Maischen und Läutern beobachten.
- Nur in kleinen Schritten nachstellen und Änderungen notieren.
Welche Rolle spielt die Drehzahl?
Zu hohe Drehzahl kann das Schrotbild und den Staubanteil ungünstig beeinflussen. Bei handbetriebenen und motorisierten Mühlen zählt daher nicht nur der Walzenspalt, sondern auch ein gleichmäßiger, zur Mühle passender Antrieb.
Passende Vertiefungen
Schrotbild beginnt beim Rohstoff
Kornform und Malzart beeinflussen das Ergebnis. Prüfe deshalb die Einstellung immer mit dem Malz, das du tatsächlich verarbeiten möchtest.