Brauwissen

Stammwürze einfach erklärt: Was °P über dein Bier verrät

Die Stammwürze beschreibt, wie viel gelöster Extrakt vor der Gärung in der Würze steckt. Sie ist eine zentrale Größe für Rezeptplanung, Gärung und die spätere Einordnung von Alkohol und Körper.

Würzegelöster Extrakt°P messen
GärungHefe nutzt ZuckerExtrakt sinkt
BierAlkohol + RestextraktEndzustand
Einheit°P · Grad Plato
Zeitpunktvor der Gärung
Gärungnur ein Teil wird vergoren
AussageAlkoholpotenzial
Das Wichtigste zuerst: Grad Plato (°P) beschreibt den gelösten Extrakt vor der Gärung. Mehr Stammwürze bedeutet mehr potenziell vergärbares Material – aber nicht automatisch einen festen Alkoholgehalt.

Was bedeutet Stammwürze?

Die Stammwürze beschreibt den Anteil gelöster Stoffe in der Würze vor Beginn der Gärung. Angegeben wird sie in Grad Plato (°P). Vereinfacht entspricht 1 °P ungefähr 1 Gramm gelöstem Extrakt je 100 Gramm Würze.

Was steckt in diesem Extrakt?

Der gelöste Extrakt besteht vor allem aus Zuckern und weiteren Stoffen, die beim Maischen aus dem Malz in die Würze gelangen. Ein Teil davon ist für die Hefe vergärbar, ein anderer bleibt als Restextrakt im Bier.

Malz liefert Extrakt

Schüttung und Sudhausausbeute beeinflussen, wie viel Extrakt in der Würze landet.

Hefe vergärt einen Teil

Der tatsächliche Endvergärungsgrad hängt von Würzezusammensetzung und Hefestamm ab.

Wie hängt Stammwürze mit Alkohol zusammen?

Eine höhere Stammwürze bietet grundsätzlich mehr vergärbares Material und damit mehr mögliches Alkoholpotenzial. Der Alkoholgehalt lässt sich aber erst sinnvoll abschätzen, wenn auch der Endwert nach der Gärung bekannt ist. Gleiche Stammwürze kann bei unterschiedlicher Vergärung zu unterschiedlichem Alkoholgehalt und Körper führen.

Wie wird Stammwürze gemessen?

Hobbybrauer nutzen typischerweise Spindel/Hydrometer oder Refraktometer. Wichtig ist, Temperaturkorrekturen und bei Messungen nach Gärbeginn den Einfluss von Alkohol zu berücksichtigen. Für die Stammwürze zählt die Messung vor der Gärung.

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